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FAQ Gewerbe- und Industriestrom

Allgemein

  • Ein Gewerbekunde ist in der Regel ein kleineres oder mittleres Unternehmen, wie zum Beispiel ein Handwerksbetrieb, ein Einzelhändler oder ein Büro. Sein Energieverbrauch ist vergleichsweise gering und es ist keine registrierende Leistungsmessung vorhanden.

    Ein Industriekunde hingegen ist ein Großverbraucher, zum Beispiel ein Stahlwerk oder eine Chemiefabrik. Diese Unternehmen benötigen sehr viel Strom oder Gas und erhalten oft spezielle Verträge mit individuellen Preisen und Messsystemen. Ebenfalls ist bei diesen Kunden eine registrierende Leistungsmessung vorhanden.

  • Kleinere Abnahmestellen mit einem Stromverbrauch von unter 100.000 kWh pro Jahr nutzen einen SLP-Zähler (Standard-Lastprofil). Dieser wird nur einmal im Jahr abgelesen. Der Verbrauch wird auf Basis des von Ihnen gewählten Tarifs abgerechnet.

  • Auch Unternehmen mit geringerem Jahresverbrauch, wie etwa 80.000 kWh Strom, haben die Möglichkeit, sich freiwillig für einen RLM-Zähler zu entscheiden. Insbesondere im Hinblick auf eine höhere Transparenz und ein effektives Energiemanagement kann dies für viele Unternehmen von Vorteil sein. Die Entscheidung wird durch den Netzbetreiber einer gründlichen Prüfung unterzogen.

    Ob die Installation eines RLM-Zählers erforderlich ist, hängt vom Stromverbrauch des Unternehmens ab. Laut der Stromnetzzugangsverordnung (StromNZV) ist eine registrierende Leistungsmessung ab einem jährlichen Stromverbrauch von 100.000 Kilowattstunden verpflichtend. Die StromNZV definiert keine Leistungsschwelle, jedoch betrachten viele Netzbetreiber eine gemessene Leistung von 30 kW als wichtigen Indikator für die Notwendigkeit eines RLM-Zählers.

  • Mit einem RLM-Zähler können Sie profitieren von

    • Einsparpotenzialen, da vergünstigte Netzentgelte bei Lastgangsglättung möglich sind

    • präzisere Kalkulation der Energiekosten, da exakt für jede Stunde die Energiemengen beschafft werden können, die gebraucht werden

    • Möglichkeit zum Energiemanagement, da exakte Daten für eine Analyse vorliegen

    • Transparenz, weil durch die dokumentierten Lastgänge Abweichungen schnell sichtbar werden und Anomalien auf den Grund gegangen werden kann, z. B. wenn Produktionsanlagen Dysfunktionen verursachen.

  • Die registrierende Leistungsmessung erzeugt einen Lastgang. Unternehmen, die ihren Lastgang genau kennen, können durch Lastverschiebungen ihr Lastprofil glätten und so ihre Netzentgelte senken. Die Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV) bietet hierzu verschiedene Möglichkeiten, wie die atypische Netznutzung oder das Kappen von Leistungsspitzen (Peak Shaving). Unternehmen mit einem ausgewogenen Lastprofil oder Verbrauch außerhalb der Hochlastzeiten erhalten von den Netzbetreibern günstigere Netzentgelte.

  • Dies können Sie bei Ihrem Messstellenbetreiber tun, in der Regel ist das ihr örtlicher Netzbetreiber. Im Gebiet der Marke, in Hagen, Herdecke und dem Märkischen Kreis ist das die ENERVIE Vernetzt, siehe www.enervie-vernetzt.de

  • Ökostrom stammt aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind, Sonne oder Wasser. Er wird nachhaltig erzeugt, um die Umwelt zu schonen und CO₂-Emissionen zu reduzieren.

  • Der Strompreis, den Sie als Kunde bezahlen, setzt sich aus drei Teilen zusammen:

    • dem reinen Energiepreis
Das ist der Preis zu dem wir Energie einkaufen und zuzüglich unserer Servicekosten an Sie weiter verkaufen.

    • den Netznutzungsentgelten
Diese sind abhängig von dem Netzbetreiber, der an dem Ort Ihres Energiebezugs tätig ist. Sie variieren, denn in einer ländlichen Gegend sind die Anforderungen an Pflege und Instandhaltung der Netze andere als in Großstädten. Die Netzentgelte werden aber von der Bundesnetzagentur reguliert.

    • Steuern und gesetzlichen Abgaben.
      Die Steuern und Abgaben sind vom Gesetzgeber festgelegt und werden von Mark-E an die Anstalten und Behörden abgeführt.

Gewerbestrom

  • Mit unserem Gewerbestrom sichern Sie sich 24 Monate Strompreisgarantie auf die reinen Energiekosten, die Konzessionsabgabe und die Netzentgelte. Das sorgt für langfristige Kalkulationssicherheit und schützt Ihr Unternehmen vor Preisschwankungen.

    Als Gewerbestrom-Anbieter bietet Mark-E Ihnen eine verlässliche Versorgung zu transparenten Konditionen.

  • Ein Gewerbekunde ist in der Regel ein kleineres oder mittleres Unternehmen, wie zum Beispiel ein Handwerksbetrieb, ein Einzelhändler oder ein Büro. Sein Energieverbrauch ist vergleichsweise gering und es ist keine registrierende Leistungsmessung vorhanden. Diese Kunden bezahlen monatliche Abschläge und erhalten eine Jahresabrechnung.
    Ein Industriekunde hingegen ist ein Großverbraucher, zum Beispiel ein Stahlwerk oder eine Chemiefabrik. Diese Unternehmen benötigen sehr viel Strom oder Gas und erhalten oft spezielle Verträge mit individuellen Preisen und Messsystemen. Ebenfalls ist bei diesen Kunden eine registrierende Leistungsmessung vorhanden. Industriekunden erhalten monatlich eine Rechnung.

  • Bei der Strompreisgarantie sind die Nettopreise bis zum Ablauf der vertraglich vereinbarten Preisgarantiezeit festgesetzt. Ausgenommen von der Preisgarantie sind Veränderungen und Neueinführungen von Steuern und gesetzlichen sowie gesetzlich regulierten Abgaben, Gebühren oder hoheitlich veranlassten Umlagen, auf die Mark-E keinen Einfluss hat („staatliche Preisbestandteile“, derzeit Umsatz- und Stromsteuer, Offshore-Haftungsumlage gemäß §17 EnWG, die Umlage für abschaltbare Lasten gemäß § 18 Abs. 1 AblaV, Umlage gemäß §19 StromNEV sowie Umlagen aus dem KWKG).

  • Gewerbestrom von Mark-E ist bundesweit erhältlich. Sämtliche Unternehmen, die Strom über einen Tarif (nicht leistungsgemessen) beziehen, können Stromkunde bei Mark-E werden.

Industriestrom

  • Industriestrom richtet sich an Unternehmen mit registrierender Leistungsmessung (RLM). Die Beschaffung für diese Unternehmen beruht auf einem Lastgang mit Viertelstundenwerten. Kunden mit registrierender Leistungsmessung erhalten außerdem eine monatliche Abrechnung. Das heißt: Sie zahlen keine Abschläge wie im Tarifkundenbereich. In der Regel sind Industriestromkunden Unternehmen mit einem hohen Energiebedarf.

  • Wenn ein Unternehmen mehr als 30.000 kWh Strom pro Jahr verbraucht, kommt ein sogenannter RLM-Zähler (registrierende Leistungsmessung) zum Einsatz.
    Dieser misst den Stromverbrauch alle 15 Minuten und übermittelt die Daten regelmäßig an den Netzbetreiber. So kann der genaue Verbrauch berechnet und ein individuelles Lastprofil erstellt werden. Das hilft dabei, Energiekosten zu optimieren.

  • Mindermenge: Wenn Ihr Verbrauch unter der vereinbarten Prognosemenge liegt, zahlen Sie für die Differenz zwischen der Mindestmenge und Ihrem tatsächlichen Verbrauch. Der Preis dafür ergibt sich aus der Differenz zwischen Ihrem vertraglichen Arbeitspreis und dem durchschnittlichen Spotmarktpreis. Falls der Spotmarktpreis höher ist als Ihr Arbeitspreis, entstehen keine zusätzlichen Kosten. Eine Rückvergütung durch Mark-E erfolgt jedoch nicht.

    Mehrmenge: Falls Ihr Verbrauch die vereinbarte Höchstmenge überschreitet, zahlen Sie für die zusätzliche Energie einen Aufpreis. Dieser beträgt 120 % des durchschnittlichen Spotmarktpreises, also 1,2-mal den aktuellen Marktpreis der Strombörse EPEX Spot.

  • Stromlieferverträge verlängern sich automatisch um ein weiteres Jahr wenn nicht innerhalb der vertraglichen Kündigungsfrist schriftlich eine Kündigung mitgeteilt wurde.

  • Der Rechnungsversand kann auf Wunsch elektronisch per Mail erfolgen.

  • Mark-E stellt dem Kunden jeweils bis zum 15. des auf einen Liefermonat folgenden Monats die im Vormonat gelieferte elektrische Energie in Rechnung. Mark-E stellt die Rechnungen auf Grund der ermittelten Verbrauchswerte aus. Die Rechnungen sind 14 Kalendertage nach Rechnungsdatum fällig.

  • Der Terminmarkt ist ein Handelsplatz, an dem Strom für zukünftige Lieferzeiträume gekauft und verkauft werden. Unternehmen sichern sich hier langfristige Preise, um Preisschwankungen zu minimieren. Gehandelt wird vor allem an der European Energy Exchange (EEX) mit Sitz in Leipzig Das ist die zentrale Börse für den europäischen Energiemarkt.

  • Der Spotmarkt ist ein Handelsplatz, auf dem kurzfristig lieferbarer Strom Gas gehandelt wird. Die europäische Strombörse EPEX SPOT ist die zentrale Stelle im europäischen Stromhandel. Anders als am Terminmarkt erfolgt die Preisbildung stündlich. Der Preis der Energiebeschaffung richtet sich nach dem Day-Ahead-Markt der aktuellen Stunde oder nach dem Mittelwert am Ende des Tages richtet.

  • Vereinfacht gesagt, ist der Spotmarkt ein "Sofortmarkt". Hier wird Strom sofort gehandelt und geliefert, was Flexibilität und Transparenz in Hinblick auf die Preise bietet.
    Der Terminmarkt ist dagegen ein "Zukunftsmarkt". Hier werden Verträge für spätere Lieferungen abgeschlossen. Das hilft, Preise für die Zukunft festzulegen und Risiken zu managen. Zusammenfasend ist der Spotmarkt gut für schnelle und flexible Anpassungen, während der Terminmarkt für langfristige Planung und Risikokontrolle wichtig ist.

  • Der Spotmarkt kann sehr volatil sein – das heißt, die Preise schwanken stark, abhängig von Angebot und Nachfrage. Wer hier Strom einkauft, kann von günstigen Preisen profitieren, trägt aber auch das Risiko von plötzlichen Preisanstiegen.

  • Geopolitische Ereignisse können den Spotmarkt in erheblichem Maße beeinflussen. Dies ist insbesondere bei Betrachtung des Gaspreises am Spotmarkt relevant, da eine Steigerung der Rohstoffpreise potenziell zu Preisanstiegen führen kann. Da Gas auch für die Stromproduktion genutzt wird, hat das auch Auswirkungen auf den Strompreis. Die Entwicklung dieser Preisbewegungen lässt sich durch die Analyse der Charts des Spotmarktpreises für Strom nachvollziehen. Dies lässt sich sehr deutlich am Ukraine-Konflikt oder der aktuellen Nahost-Krise beobachten.

  • Die Preisbildung auf dem Spotmarkt erfolgt in Echtzeit durch das unmittelbare Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage. Insgesamt ist der Spotmarkt ein Markt, auf dem sofortige Transaktionen für den unmittelbaren Kauf oder Verkauf von Gütern oder Dienstleistungen stattfinden. Die Preisbildung an der Börse EPEX erfolgt auf stündlicher Basis.

  • Eine Dunkelflaute bezeichnet eine Wetterlage mit wenig Wind und Sonne, wodurch erneuerbare Energien kaum Strom liefern. In solchen Zeiten müssen konventionelle Kraftwerke oder Speicher einspringen, um die Versorgung zu sichern.
    Die Hellbrise ist das Gegenteil: Viel Wind und Sonne sorgen für eine hohe Stromproduktion aus erneuerbaren Energien, was oft zu Überschüssen führt.

  • Mark-E bietet individuelle Beratungsdienstleistungen und Lösungen an, um den Energieverbrauch in Industrieunternehmen zu analysieren und Optimierungspotenziale aufzudecken. Ziel ist es, die Energieeffizienz zu steigern und Kosten zu senken.

  • Unsere Kunden haben die Möglichkeit Produkt- und Preisnewsletter zu erhalten und werden so stets über aktuelle Marktentwicklungen, neue Beschffungsmodelle und Preisänderungen informiert.

Mann mit kurzen dunklen Haaren und Bart, lächelnd, trägt ein hellblaues Hemd, Arme verschränkt, steht vor einem schlichten weißen Hintergrund.

Noch offene Fragen?

Kontaktieren Sie uns gerne. Wir beantworten all Ihre Fragen rund um das Thema Strom für Unternehmen.

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