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FAQ zum Gewerbe- und Industriegas

Wozu haben Sie Fragen?

Allgemein

  • Ein Gewerbekunde ist in der Regel ein kleineres oder mittleres Unternehmen, wie zum Beispiel ein Handwerksbetrieb, ein Einzelhändler oder ein Büro. Sein Energieverbrauch ist vergleichsweise gering und es ist keine registrierende Leistungsmessung vorhanden.

    Ein Industriekunde hingegen ist ein Großverbraucher, zum Beispiel ein Stahlwerk oder eine Chemiefabrik. Diese Unternehmen benötigen sehr viel Gas, häufig weil dieses das Gas für industrielle Prozesse einsetzen.
    Sie erhalten oft spezielle Verträge mit individuellen Preisen. Bei diesen Kunden eine registrierende Leistungsmessung vorhanden.

  • Kleinere Abnahmestellen mit einem Gasverbrauch von unter 300.000 kWh pro Jahr nutzen einen SLP-Zähler (Standard-Lastprofil). Dieser wird nur einmal im Jahr abgelesen. Der Verbrauch wird auf Basis des von Ihnen gewählten Tarifs abgerechnet.

  • Auch Unternehmen mit geringerem Jahresverbrauch, haben die Möglichkeit, sich freiwillig für einen RLM-Zähler zu entscheiden. Insbesondere im Hinblick auf eine höhere Transparenz und ein effektives Energiemanagement kann dies für viele Unternehmen von Vorteil sein. Die Entscheidung wird durch den Netzbetreiber einer gründlichen Prüfung unterzogen.

    Ob die Installation eines RLM-Zählers erforderlich ist, hängt vom Gasverbrauch des Unternehmens ab. Die Gasnetzzugangsverordnung (GasNZV) nennt in § 24 zwei Kriterien für den Einsatz eines RLM-Zählers: einen Jahresverbrauch von mehr als 1,5 Millionen Kilowattstunden oder eine Ausspeiseleistung von über 500 kW. Ein RLM-Zähler kann also auch dann erforderlich sein, wenn der Gasverbrauch unter 1,5 Millionen Kilowattstunden liegt, jedoch die Leistung von 500 kW überschritten wird.

  • Mit einem RLM-Zähler können Sie profitieren von

    • Einsparpotenzialen, da vergünstigte Netzentgelte bei Lastgangsglättung möglich sind

    • präzisere Kalkulation der Energiekosten, da exakt für jede Stunde die Energiemengen beschafft werden können, die gebraucht werden

    • Möglichkeit zum Energiemanagement, da exakte Daten für eine Analyse vorliegen

    • Transparenz, weil durch die dokumentierten Lastgänge Abweichungen schnell sichtbar werden und Anomalien auf den Grund gegangen werden kann, z. B. wenn Produktionsanlagen Dysfunktionen verursachen.

  • Die registrierende Leistungsmessung erzeugt einen Lastgang. Unternehmen, die ihren Lastgang genau kennen, können durch Lastverschiebungen ihr Lastprofil glätten und so ihre Netzentgelte senken.

  • Dies können Sie bei Ihrem Messstellenbetreiber tun, in der Regel ist das ihr örtlicher Netzbetreiber. Im Gebiet der Marke, in Hagen, Herdecke und dem Märkischen Kreis ist das die ENERVIE Vernetzt, siehe www.enervie-vernetzt.de

  • Ökogas ist kein Biogas, sondern normales Erdgas. Die Emmissionen, die beim Verbrauch des Erdgases entstehen, werden durch Klimaschutzprojekte ausgeglichen. So ist der Erdgasverbrauch in der Bilanz klimaneutral. Mark-E bietet zertifiziertes Ökogas in Zusammenarbeit mit der Nachaltigkeitsagentur KlimaInvest Green Concepts an.

  • Der Gaspreis, den Sie als Kunde bezahlen, setzt sich aus drei Teilen zusammen:

    • dem reinen Energiepreis.
Das ist der Preis zu dem wir Energie einkaufen und zuzüglich unserer Servicekosten an Sie weiter verkaufen.

    • den Netznutzungsentgelten.
Diese sind abhängig von dem Netzbetreiber, der an dem Ort Ihres Energiebezugs tätig ist. Sie variieren, denn in einer ländlichen Gegend sind die Anforderungen an Pflege und Instandhaltung der Netze andere als in Großstädten. Die Netzentgelte werden aber von der Bundesnetzagentur reguliert.

    • Steuern und gesetzlichen Abgaben.
      Die Steuern und Abgaben sind vom Gesetzgeber festgelegt und werden von Mark-E an die Anstalten und Behörden abgeführt.

Gewerbegas

  • In der Regel beziehen Kunden bis zu einem Jahresverbrauch von 300.000 kWh Gewerbegas. Entscheidend aber ist, dass für Ihr Unternehmen keine registrierende Leistungsmessung vorliegt, sondern für Ihr Unternehmen ein Gasvertrag abgeschlossen werden kann wie für einen Haushalt. Mit unserem Gewerbegas-Angebot profitieren Sie von langfrister Preissicherheit und damit planbaren Energiekosten für Ihren Gewerbebetrieb.

  • Mit Business Fix Gas profitieren Sie von einer 24-monatigen Gaspreisgarantie. In dieser Zeit müssen Sie sich keine Sorgen über Preisschwankungen machen und können Ihre Gaskosten zuverlässig kalkulieren.
Die Gaspreisgarantie umfasst die Nettopreise bis zum Ablauf der vertraglich vereinbarten Preisgarantiezeit. Ausgenommen von der Preisgarantie sind Veränderungen und Neueinführungen von Steuern und gesetzlichen sowie gesetzlich regulierten Abgaben, Gebühren oder hoheitlich veranlassten Umlagen, auf die Mark-E keinen Einfluss hat („staatliche Preisbestandteile“, derzeit Umsatzsteuer, Energiesteuer auf Erdgas, CO2-Kosten gem. BEHG, Regelenergieumlage).

  • Ja, als Gewerbegas Anbieter liefert Mark-E bundesweit von Garmisch-Patenkirchen bis Flensburg sowie von Aachen bis Frankfurt an der Oder.

Industriegas

  • Industriegas richtet sich an Unternehmen mit registrierender Leistungsmessung (RLM). Die Beschaffung für diese Unternehmen beruht auf einem Lastgang mit Stundenwerten. Kunden mit registrierender Leistungsmessung erhalten außerdem eine monatliche Abrechnung. Das heißt: Sie zahlen keine Abschläge wie im Tarifkundenbereich. In der Regel sind dies Unternehmen mit einem hohen Energiebedarf. Unternehmen mit einem größeren Gasverbrauch profitieren von maßgeschneiderten, flexiblen Beschaffungsmodellen.

  • Wenn ein Unternehmen mehr als 300.000 kWh Gas pro Jahr verbraucht, kommt ein sogenannter RLM-Zähler (registrierende Leistungsmessung) zum Einsatz. Dieser misst den jede Stunde und übermittelt die Daten regelmäßig an den Netzbetreiber. So kann der genaue Verbrauch berechnet und ein individuelles Lastprofil erstellt werden. Das hilft dabei, Energiekosten zu optimieren.

  • Der Preis für Industriegas setzt sich aus verschiedenen Faktoren zusammen: Ihrem Verbrauchsprofil, der Marktlage, den tariflichen Rahmenbedingungen und den gesetzlichen Abgaben. Mark-E bietet Ihnen transparente Preismodelle, um Ihre Energiekosten effizient zu steuern.

  • Mindermenge: Wenn Ihr Verbrauch unter der vereinbarten Prognosemenge liegt, zahlen Sie für die Differenz zwischen der Mindestmenge und Ihrem tatsächlichen Verbrauch. Der Preis dafür ergibt sich aus der Differenz zwischen Ihrem vertraglichen Arbeitspreis und dem durchschnittlichen Spotmarktpreis. Falls der Spotmarktpreis höher ist als Ihr Arbeitspreis, entstehen keine zusätzlichen Kosten. Eine Rückvergütung durch Mark-E erfolgt jedoch nicht.

    Mehrmenge: Falls Ihr Verbrauch die vereinbarte Höchstmenge überschreitet, zahlen Sie für die zusätzliche Energie einen Aufpreis. Dieser beträgt 120 % des durchschnittlichen Spotmarktpreises, also 1,2-mal den aktuellen Marktpreis der Strombörse EPEX Spot.

  • Gibt es eine Laufzeit für Industriestrom-Verträge bei Mark-E?
    Stromlieferverträge verlängern sich automatisch um ein weiteres Jahr wenn nicht innerhalb der vertraglichen Kündigungsfrist schriftlich eine Kündigung mitgeteilt wurde.

  • Der Rechnungsversand kann auf Wunsch elektronisch per Mail erfolgen.

  • Mark-E stellt dem Kunden jeweils bis zum 15. des auf einen Liefermonat folgenden Monats die im Vormonat gelieferte elektrische Energie in Rechnung. Mark-E stellt die Rechnungen auf Grund der ermittelten Verbrauchswerte aus. Die Rechnungen sind 14 Kalendertage nach Rechnungsdatum fällig.

  • Der Terminmarkt ist ein Handelsplatz, an dem Gas für zukünftige Lieferzeiträume gekauft und verkauft werden. Unternehmen sichern sich hier langfristige Preise, um Preisschwankungen zu minimieren. Gehandelt wird vor allem an der European Energy Exchange (EEX) mit Sitz in Leipzig Das ist die zentrale Börse für den europäischen Energiemarkt.

  • Der Spotmarkt ist ein Handelsplatz, auf dem kurzfristig lieferbares Gas gehandelt werden. Die europäische Strombörse EPEX SPOT ist die zentrale Stelle im europäischen Energiehandel. Anders als am Terminmarkt erfolgt die Preisbildung stündlich. Der Preis der Energiebeschaffung richtet sich nach dem Day-Ahead-Markt der aktuellen Stunde oder nach dem Mittelwert am Ende des Tages richtet.

  • Vereinfacht gesagt, ist der Spotmarkt ein "Sofortmarkt". Hier wird Gas sofort gehandelt und geliefert, was Flexibilität und Transparenz in Hinblick auf die Preise bietet.
    Der Terminmarkt ist dagegen ein "Zukunftsmarkt". Hier werden Verträge für spätere Lieferungen abgeschlossen. Das hilft, Preise für die Zukunft festzulegen und Risiken zu managen. Zusammenfasend ist der Spotmarkt gut für schnelle und flexible Anpassungen, während der Terminmarkt für langfristige Planung und Risikokontrolle wichtig ist.

  • Der Spotmarkt kann sehr volatil sein – das heißt, die Preise schwanken stark, abhängig von Angebot und Nachfrage. Wer hier Strom einkauft, kann von günstigen Preisen profitieren, trägt aber auch das Risiko von plötzlichen Preisanstiegen.

  • Geopolitische Ereignisse können den Spotmarkt in erheblichem Maße beeinflussen. Dies ist insbesondere bei Betrachtung des Gaspreises am Spotmarkt relevant, da eine Steigerung der Rohstoffpreise potenziell zu Preisanstiegen führen kann. Dies lässt sich sehr deutlich am Ukraine-Konflikt oder der aktuellen Nahost-Krise beobachten.

  • Die Preisbildung auf dem Spotmarkt erfolgt in Echtzeit durch das unmittelbare Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage. Insgesamt ist der Spotmarkt ein Markt, auf dem sofortige Transaktionen für den unmittelbaren Kauf oder Verkauf von Gütern oder Dienstleistungen stattfinden. Die Preisbildung an der Börse EPEX erfolgt auf stündlicher Basis.

  • Mark-E bietet individuelle Beratungsdienstleistungen und Lösungen an, um den Energieverbrauch in Industrieunternehmen zu analysieren und Optimierungspotenziale aufzudecken. Ziel ist es, die Energieeffizienz zu steigern und Kosten zu senken.

Mann mit kurzen dunklen Haaren und Bart, lächelnd, trägt ein hellblaues Hemd, Arme verschränkt, steht vor einem schlichten weißen Hintergrund.

Noch offene Fragen?

Kontaktieren Sie uns gerne. Wir beantworten all Ihre Fragen rund um das Thema Gas für Unternehmen.

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